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title: "6. Konferenz für Research Software Engineering in Deutschland, Stuttgart, 03.-05.03.2026"
layout: post
author: "Bernd Flemisch, Inga Ulusoy"
menulang: de
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<br>(Bild: Von [Adam Pagan](https://orcid.org/0000-0002-9428-4328), CC-BY-4.0-Lizenz)


Die 6. Konferenz für Research Software Engineering in Deutschland, [deRSE26](https://events.hifis.net/event/2945/), wurde erfolgreich an der Universität Stuttgart durchgeführt. Die dreitägige Konferenz brachte mehr als 280 Teilnehmende aus Universitäten und Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland und darüber hinaus zusammen. Ihr ging der erste [Stuttgart Research Software Day](https://www.iws.uni-stuttgart.de/en/lh2/conferences-seminars-workshops/research-software-day/) voraus.

Die deRSE26 fand vom 3. bis 5. März 2026 auf dem Campus Vaihingen der [Universität Stuttgart](https://www.uni-stuttgart.de/) statt. Die Veranstaltung diente als nationales Forum für Menschen, die Forschungssoftware in allen wissenschaftlichen Disziplinen entwickeln, pflegen und nutzen.

Das [Programm](https://events.hifis.net/event/2945/timetable/#20260303) umfasste rund 90 Poster und 100 Vorträge, Workshops und interaktive Sessions in bis zu fünf parallelen Tracks. Die Beiträge behandelten Themen wie Research Software Craftsmanship, Emerging Computing & Infrastruktur, Open Science & Zusammenarbeit, Datenanalyse & KI, Community, Politik & Karriereentwicklung sowie disziplinübergreifende Fortschritte.

Vortragende und Teilnehmende repräsentierten ein breites Spektrum an Fachgebieten, darunter Ingenieurwissenschaften, Natur- und Lebenswissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Konferenz betonte Offenheit, Gemeinschaftsbildung und Zusammenarbeit über Disziplinen, Institutionen, Geschlechter und Karrierestufen hinweg.

Zu den Höhepunkten des Konferenzprogramms gehörten zwei Plenarvorträge und eine Podiumsdiskussion. In seinem Plenarvortrag befasste sich [Wolfgang Bangerth](https://www.math.colostate.edu/~bangerth/) von der Colorado State University mit den Herausforderungen beim Aufbau zuverlässiger, skalierbarer Simulationssoftware in komplexen Anwendungsbereichen. Er hob hervor, wie systematisches Software Engineering, langfristige Community-Entwicklung und offene Zusammenarbeit es ermöglichen, fortgeschrittene numerische Methoden in der Praxis einzusetzen und ihnen zu vertrauen. [Der Vortrag]((https://events.hifis.net/event/2945/contributions/20732/)) veranschaulichte, wie Forschungssoftware über Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt werden kann und dabei wartbar und überprüfbar bleibt.

Der Plenarvortrag von [Morane Gruenpeter](https://fr.linkedin.com/in/morane-gruenpeter-81008232) konzentrierte sich auf die Nachhaltigkeit und Governance von Forschungssoftware im breiteren Open-Science-Ökosystem. Sie erläuterte, wie Praktiken wie klare Lizenzierung, persistente Identifikatoren und strukturierte Metadaten dazu beitragen, Software auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar zu machen. [Ihr Vortrag](https://doi.org/10.5281/zenodo.18848442) betonte, dass robuste politische Rahmenbedingungen und Community-Standards unerlässlich sind, um die langfristige Bewahrung und Anerkennung von Forschungssoftware-Ergebnissen zu sichern.

Die [Podiumsdiskussion](https://events.hifis.net/event/2945/contributions/21220/) widmete sich der zukünftigen Strukturierung des Forschungssoftware-Ökosystems in Deutschland. Das Podium vereinte Perspektiven aus Forschung, Infrastruktur und Politik, um über Anerkennung, Finanzierungsmodelle und Karrierewege für Research Software Engineers zu diskutieren. Die Diskussion erkundete, wie Institutionen und Fördermittelgeber Software besser als primäres Forschungsergebnis anerkennen können, und löste während der gesamten Konferenz intensive Folgegespräche unter den Teilnehmenden aus.

„Die starke Beteiligung an der deRSE26 zeigt, dass Research Software Engineering fest als Kernbestandteil moderner Wissenschaft angekommen ist", sagt [Bernd Flemisch](https://www.iws.uni-stuttgart.de/en/institute/team/Flemisch-00002/), der Konferenzleiter. „Wir sehen eine wachsende Anerkennung für die Menschen, Praktiken und Infrastrukturen, die zuverlässige, wiederverwendbare wissenschaftliche Software ermöglichen."

Die [Organisierenden](https://events.hifis.net/event/2945/page/854-organizers) kündigten außerdem Pläne zur Veröffentlichung von Konferenzproceedings an. [Autorinnen und Autoren sind eingeladen](https://events.hifis.net/event/2945/page/848-conference-proceedings), erweiterte Versionen ihrer Beiträge nach einem Peer-Review-Verfahren in einem eigenen Open-Access-Band in der Zeitschrift ECEASST einzureichen.

Die deRSE26 setzte die Reihe deutscher Konferenzen für Research Software Engineering fort, die von der Community-geführten [de-RSE-Vereinigung](https://de-rse.org/) ins Leben gerufen wurde. Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung nationaler und internationaler Vernetzung zur Förderung der beruflichen Anerkennung, der Karrierewege und der Weiterbildungsmöglichkeiten für Research Software Engineers.

Das Organisationskomitee dankt allen Beitragenden, Freiwilligen und lokalen Helferinnen und Helfern, deren Einsatz die Konferenz möglich und erfolgreich gemacht hat. Die finanzielle Unterstützung durch das NFDI-Konsortium [NFDI4ING](https://nfdi4ing.de/), die Exzellenzcluster [SimTech](https://www.simtech.uni-stuttgart.de/), [IntCDC](https://www.intcdc.uni-stuttgart.de/) und [ctd.qmat](https://www.ctdqmat.de/) sowie die Sonderforschungsbereiche [ATLAS](https://www.sfb1667.uni-stuttgart.de/) und [SFB 1313](https://www.sfb1313.uni-stuttgart.de/) werden dankend anerkannt.

Die Planung für die nächste Konferenz für Research Software Engineering in Deutschland ist bereits im Gange. Einzelheiten werden auf der [de-RSE-Website](https://de-rse.org/) bekannt gegeben. Die Konferenzen werden weitgehend von der Community organisiert, und jegliche Mitwirkung ist sehr willkommen!